"Anfangs war ich allein. Ihr seid nicht allein. Nutzt die Chancen um Euch herum. Ihr habt das Talent! Ihr seid unsere Zukunft. Wir wollen, dass Ihr die Welt verbessert."
Mit diesen Worten des streetfootballworld Geschäftsführers Jürgen Griesbeck begann für die Delegationen des Football for Hope Festival 2010 ein Nachmittag der Selbstverwirklichung voller neuer Erfahrungen und der Entdeckung eigener Fähigkeiten. Nach einem sportlichen Morgen mit Aktivitäten zum Kennenlernen teilten sich die Delegationen in Gruppen auf, um Neues zu lernen und das Meiste aus ihrer Zeit auf einem internationalen Schauplatz zu machen.
Malen auf dem Fußballfeld
64 junge Leute gestalteten mit dem brasilianischen Künstler Romero Britto Bilder, die ihre Kultur und ihr Leben widerspiegeln. Die jungen Künstler hatten dabei fast mehr Kameras als Leinwände um sich herum und waren beinahe genauso beschäftigt damit, Medienvertretern von Reuters, ESPN, Televisa und Beijing TV Interviews zu geben, wie zu malen
Übung macht den Meister
An einem weiteren Ort im Team Village spielte eine andere Gruppe junger Leute bereitwillig Versuchskaninchen für ihre Trainer. Diese hatten gerade den theoretischen Teil einer Coerver Coaching Trainingseinheit beendet und konnten es kaum erwarten, ihr neues Wissen zu testen. Das Training ist Teil des adidas Austauschprogramms unter Mitbeteiligung von streetfootballworld und FIFA. Es bietet Trainern aus Organisationen Weiterbildungsmöglichkeiten, um sicherzustellen, dass deren junge Spieler so viel wie möglich von ihrer Zeit auf dem Spielfeld profitieren
Übersetzt von Nadja Losse
Ein anderer Blickwinkel
Fotos von ramponierten Fußbällen, erstaunlichen Eckbällen und Familienmomenten säumten die Wand von zwei Klassenräumen, in denen Siyakhona-Teilnehmer ihr nächstes Fotografie-Training erhielten. Durch Siyakhona, einem Programm von streetfootballworld, Sony und FIFA, wurden junge Leute aus jeder Delegation des Festival 2010 mit einer kompletten Fotoausrüstung ausgestattet und erhielten zusätzliches Training im Umgang mit der Ausrüstung, um der Welt ihre Geschichte erzählen zu können. Einige der Teilnehmer wurden von Siyakhona Südafrika-Trainees interviewt, die selbst ein Medientraining zu Videojournalismus und Produktion erhalten hatten.
Das beste Team
Noch mehr Teilnehmer fanden sich in der Haupthalle zu einem Jugendforum zusammen, in welchem sie ermutigt wurden, über ihre eigenes Leben und ihre Heimatgemeinden zu sprechen und ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und Leidenschaft vom Festival mit nach Hause zu nehmen.
„Wir ziehen gerade eine neue Generation heran", sagte ein junger Vertreter des Team Alex, als er erklärte, wie das Football for Hope Festival die offizielle Gastgebergemeinde Alexandra dabei hilft, sicherer und selbstbewusster zu werden und ihren Bewohnern Unterstützung bieten zu können.
Inspiriert von den Worten anderer internationaler Delegationsteilnehmer erklärte eine junge Frau von Dads Against Drugs (England): „Das beste Team nicht unbedingt das, welches am Meisten gewinnt. Es kann eines sein, das die größte Wirkung auf die Gemeinde hat." Viele der anwesenden jungen Leute waren überrascht, als sie während der Diskussion feststellten, dass viele der Herausforderungen, mit denen sie täglich konfrontiert sind, in den unterschiedlichen Teilen der Welt – von Indien bis Chile – sehr ähnlich sind. Und dass die Kraft, die sie brauchen, um Hindernisse in Angriff zu nehmen, von derselben Quelle gezogen werden kann: „Wir unterstützen Leute, so wie wir beim Fußball unterstützt werden", erklärte eine junge Frau aus Kenia.
Ein Souvenir für die Zukunft
Egal ob sie gemalt, trainiert, fotografiert oder geredet haben, alle jungen Leute freuen sich darauf, nach Hause zurückzukehren und zu helfen, das Gelernte für die Verbesserung ihrer eigenen Gemeinschaften einzusetzen.
Für eine sambische Delegierte war die Verantwortung aller jungen Leute beim Football for Hope Festival 2010 klar: „Wir müssen imstande sein, unsere Chancen zu teilen."
Das ist mein Land
Nach einem langen Tag hatten sich die Delegationen und Mitarbeiter eine Belohnung verdient: Am Abend warteten die kulturellen Darbietungen von 16 der 32 Teams. Das Programm nahm das Publikum mit traditionellen und modernen Vorstellungen mit nach Afrika, Asien, Südamerika und Europa. Ob in den Trikots ihrer Delegation oder in traditioneller Kleidung, die jungen Leute zeigten, dass sie sowohl auf der Bühne als auch auf dem Fußballfeld Stars sind.
Team Alex eröffnete nach einer improvisierten Tanzparty den Abend und wurde nach seiner Performance traditioneller Lieder und Tänze zu einer Zugabe angefeuert. Der Großteil des Publikums klatschte und tanzte den ganzen Abend in den Gängen, angeregt von Darbietungen wie einem Spiel für Kinder aus Uruguay, die Tanzchoreographie einer englischen Delegation, gefühlvollem Gesang und Tanz aus Ruanda und Capoeira vom Team Brazil. Während sich einige nach der letzten Aufführung mit einer Polonaise verabschiedeten, kletterten viele Teilnehmer auf die Bühne, um mit ihren neuen Freunden weiter zu tanzen
Die letzten 16 Delegationen werden ihre Kulturen am 1. Juli präsentieren. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten!