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Entwicklung durch Fußball

Fußball bewegt die Welt – mehr als jeder andere Sport. Angetrieben von lokalen Social Entrepreneurs nutzen Organisationen überall auf der Welt die Kraft des Fußballs um positiven sozialen Wandel zu fördern. Entwicklung durch Fußball wird ein immer wichtigeres Thema in den Feldern der Sozial- und Entwicklungszusammenarbeit. Was genau hat es damit eigentlich auf sich?

Positiven sozialen Wandel durch Fußball vorantreiben
Fußball ist heutzutage ein zentrales Element der Gesellschaft und trägt damit auch eine große Verantwortung. Dank der ihm innewohnenden Werte, seiner Beliebtheit und seiner universellen Natur kann man den Fußball – in all seinen Formen – als ein ideales Instrument bezeichnen, um soziale Entwicklung zu fördern und viele der derzeit drängendsten Herausforderungen der Gesellschaft anzugehen. Fußball hat einen positiven Effekt auf die, die ihn spielen, sowohl gesundheitlich (körperliche Aktivität) als auch geistig und sozial (Werte des Teamsports). Aber darüber hinaus dient das Spiel auch als ein effektives Instrument in Programmen der sozialen Entwicklung, die sich mit so vielfältigen Themen wie Friedensarbeit, Kinderrechte & Bildung, Anti-Diskriminierung & Soziale Integration, Umweltschutz oder Gesundheitsförderung befassen.

Die Erfolgsgeschichte eines Sektors
Die Anfänge des Feldes Entwicklung durch Fußball gehen zurück bis in die späten 80er Jahre, während sich eine starke Ausweitung der Aktivitäten seit Beginn des 21. Jahrhunderts beobachten lässt. Erst in den letzten 5 bis 6 Jahren jedoch wird das Potenzial des Sports und insbesondere des Fußballs zur Förderung von sozialen Entwicklungsprozessen verstärkt von Entwicklungs- und Geberorganisationen anerkannt. Die universelle Faszination für den Fußball, die er dank seiner einfachen aber spannenden Spielregeln auslöst, macht diesen Sport zu einem Liebling der Entwicklung durch Sport Szene.

Eine perfekte Analogie zum Leben
Die Prinzipien und Werte des Straßenfußballs, bzw. des informellen Fußballs, der im Rahmen von Programmen im Feld Entwicklung durch Fußball gespielt wird, beinhalten u.a. Fair Play, Teamgeist, Toleranz, Integration und gegenseitiges Verständnis. Dabei kommt es nicht darauf an, ob es sich um einen Spieler des eigenen Teams oder des Gegners handelt. Kinder lernen beim Fußball zu verlieren und zu gewinnen; sie übernehmen Verantwortung für ihr Team und gestalten ihr Umfeld aktiv mit. Was sie in den Trainingsstunden und bei Turnieren lernen, können sie direkt auf ihr Leben abseits des Fußballfeldes übertragen. Langfristig angelegte Programme im Bereich Entwicklung durch Fußball können daher sowohl Spaß am Hier und Jetzt als auch Hoffnung für die Zukunft bringen, indem sie den Teilnehmern Selbstbewusstsein, kritisches Denken und andere wertvolle Fähigkeiten auf den weiteren Lebensweg mitgeben.

Der große Rahmen

Durch die Arbeit von streetfootballworld und vielen anderen Organisationen konnte sich der Sektor Entwicklung durch Fußball über die letzten Jahre als ein solider Subsektor im Feld der allgemeinen Sozial- und Entwicklungszusammenarbeit etablieren. Das UN-Jahr des Sports 2005 und die FIFA Fußballweltmeisterschaft 2006™ in Deutschland waren wichtige Impulse auf diesem Weg. Die Austragung der nächsten Fußballweltmeisterschaft in Afrika wird die Verbindung zwischen Fußball und sozialer Entwicklung zusätzlich stärken und bietet somit eine großartige Chance, um das volle Potenzial des Fußballs aufzuzeigen.

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